Geschichte

Zahlen und Fakten


Über ein Jahrhundert ist es nun her, dass Makkabi Berlin erstmals gegründet wurde. Unter dem Namen "Bar Kochba" wurde der Verein am 22. Oktober 1898 ins Leben gerufen. Niemand hätte es zu seiner Zeit für möglich gehalten, dass eine der größten jüdischen Organisationen der Welt so seinen Ursprung erhält.

Im Jahre 1930 waren bereits 40.000 Mitglieder aus 24 Ländern regis- triert. Durch das Naziregime wurde dem Verein jedoch 1938 vorerst ein Ende gesetzt. Viele Jahre vergingen, bis sich der Verein neu gründen konnte. Am 26. November 1970 ließ eine kleine Gruppe jüdischer Sportler den "TuS Makkabi Berlin e.V." neu auferstehen.

Bis heute zählt Makkabi Berlin mit seinen rund 500 aktiven und passi- ven Mitgliedern zu einem der grös- sten Makkabi Vereine Deutschlands. Makkabi ist mehr als nur ein Sport- verein. Selbst beim Deutschen Sportbund fällt Makkabi Deutschland unter die Rubrik: "Verein mit besonderer Aufgabenstellung".

Dies spiegelt sich insbesondere in den Lokalvereinen wider, da Makkabi neben den zionistischen auch gesell- schaftspolitische Ziele verfolgt.

Im Rahmen von sportlichen Aktivitäten wird der Dialog zwischen Juden und Nichtjuden stark gefördert. Makkabi war und ist für viele Juden in Deutschland und in aller Welt eine Lebenseinstellung und eine Hoffnung auf ein friedliches Miteinander.

Makkabi Chai - Makkabi Lebt!

Auszug zur Geschichte aus dem Onlinelexikon Wikipedia

Geschichte

Der Makkabi Deutschland wurde ursprünglich 1903 von deutsch-jüdischen Sportvereinen als deren Dachverband gegründet. Er war Gründungsmitglied der Maccabi Welt Union, die 1921 als Weltsportverband jüdischer Sportler gegründet wurde. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden der Makkabi Deutschland und seine Mitgliedsvereine aus dem deutschen Sport ausgeschlossen und konnten nur noch untereinander wetteifern. Später wurde der jüdischen Bevölkerung jeglicher Sport verboten und damit auch Makkabi Deutschland aufgelöst.

In den 1950er Jahren gründeten sich die ersten lokalen Makkabi-Vereine wieder. Sie traten den Landessportbünden und ihren Fachverbänden bei. 1965 gründeten die lokalen Vereine den Makkabi Deutschland als nationalen Dachverband wieder. Dieser wurde in den Deutschen Sportbund als Mitglied mit besonderer Aufgabenstellung (wie z.B. auch die katholische DJK oder andere orts- und fachverbandsübergreifende Dachverbände) aufgenommen. 1969 nimmt erstmals seit 1932 wieder eine deutsche Mannschaft an der Maccabiah, den Weltfestspielen jüdischer Sportler, in Israel teil.

Struktur

Heute bestehen 32 lokale Maccabi-Vereine in 13 Bundesländern (im Saarland, in Sachsen-Anhalt und Thüringen bestehen keine Maccabi-Vereine). Sie vereinigen ca. 3000 Mitglieder in diversen Sportarten. Der Berliner Makkabi Verein hat etwa 500 Mitglieder, in München gibt es etwa 300 Mitglieder.

Internationale Erfolge

Bei den europäischen Maccabi-Spielen 2003 in Antwerpen belegte die deutsche Mannschaft im Medaillenspiegel mit sechs Gold-, sieben Silber- und acht Bronzemedaillen Platz drei in der Medaillenwertung. Bei den vorangegangenen Spielen in Stirling (Schottland) hatte das deutsche Team mit 12 Gold-, drei Silber- und sieben Bronzemedaillen sogar den ersten Platz in der Nationenwertung belegt.

Die XVII. Maccabiah fand vom 10. Juli bis zum 21. Juli 2005 statt. Makkabia Deutschland errang zwei Gold-, fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen. Austragungsort war wie immer Israel.