Berlin, 31.08.15  -PRESSEERKLÄRUNG-

TuS Makkabi Berlin verurteilt antisemitische Attacken vom 30.08.2015

Im Rahmen des ersten Heimspiels der neu gegründeten dritten Herrenmannschaft von TuS Makkabi, wurden Spieler und Angehörige des Vereins von Spielern der gegnerischen Mannschaft BFC Meteor 06 III antisemitisch diffamiert und tätlich angegriffen.
Schon im Verlauf der ersten  Halbzeit wurden Spieler von TuS Makkabi von den Gegenspielern als "Judenschweine" und "dreckige Juden" beschimpft. Zehn Minuten nach Anpfiff der zweiten Halbzeit eskalierte die Situation, nachdem ein Spieler von BFC Meteor 06 einen Anhänger von TuS Makkabi antisemitisch beschimpft und in der Folge mit einem heftigen Fußtritt angegriffen hatte, der nur knapp seinen Brustkorb verfehlte. 
Der Schiedsrichter wollte den Angreifer unmittelbar nach der Tat mit einer Roten Karte vom Spielgeschehen ausschließen. Durch die von BFC Meteor 06 bewusst herbeigeführten Tumulte wurde das Zeigen der Roten Karte verhindert, was den Schiedsrichter schlussendlich dazu bewog, das Spiel abzubrechen. Das Geschehen eskalierte weiter, als ein Spieler von BFC Meteor 06 versuchte, Spieler und Anhänger von TuS Makkabi mit einer Eckfahnenstange zu attackieren. Während der tumultartigen Szenen fielen weiterhin antisemitische Aussagen wie z.B. "Du Jude kriegst noch Schläge."
Um die körperliche Unversehrtheit der Spieler zu gewährleisten und weiteren Konfrontationen aus dem Weg zu gehen, verließ TuS Makkabi zügig und geschlossen das Feld und zog sich in die Kabine zurück. Die herbeigerufene Polizei nahm Aussagen und Personalien auf.
Erst als die Spieler von BFC Meteor 06 von der Polizei vom Sportgelände geleitet worden waren, konnten die Spieler von TuS Makkabi, weiterhin unter Polizeischutz, ihre Kabine verlassen.
TuS Makkabi verurteilt auf das Schärfste die auf unserer Julius-Hirsch-Sportanlage verübten verbalen wie auch körperlichen antisemitischen Angriffe. Insbesondere verurteilen wir die gleichgültige Passivität der anwesenden Offiziellen von BFC Meteor 06, die dem Geschehen tatenlos zusahen. Wir fordern von BFC Meteor 06 ein konsequentes Handeln gegen die Täter aus ihren Reihen.
Nicht zum ersten Mal ist der einzige jüdische Sportverein Berlins, TuS Makkabi, zur Zielscheibe antisemitischer Attacken geworden. Gerade im Lichte der zahlreichen Bekundungen einer "Null-Toleranz-Politik" gegenüber Antisemitismus im Sport bei den European Maccabi Games 2015 in Berlin, müssen nach diesem Vorfall konkrete Taten folgen. Der TuS Makkabi fordert die staatlichen Organe zur konsequenten Verfolgung und Ahndung dieser Übergriffe auf. In Anbetracht der Erfahrungen der letzten Zeit, sind wir gewiss, dass auch der Berliner Fußballverband die notwendigen klaren Zeichen setzen wird.

TuS Makkabi Berlin e.V.

-Der Vorstand-

Monatszeitschrift des LandesSportBundes Berlin Juli-August 2015 

S. 6

02.07.2015 
Schiri aus Leidenschaft
Jüdische Allgemeine

09.11.2014 
"Mein Verein" - Verstecken will sich hier keiner
Deutschlandradio

12.10.2014 - 2. Runde Berliner Pilsner Pokal -
2. Herren - TuS Makkabi vs. Grünauer BC
SPREEKICK.TV

 

29.09.14 - Jüdische Allgemeine
- GEMEINSAM GEGEN HASS-
Hertha BSC und TuS Makkabi Berlin drehten Videospot gegen Antisemitismus

So 28.09.2014 | 22:20 | rbb Sportplatz
'Schönet Ding'

Sport und Politik müssen getrennt werden? Nicht bei Hertha BSC. Zusammen mit Siebtligaspielern vom TuS Makkabi haben Lustenberger und Co einen Werbespot gegen Antisemitismus gedreht . Philipp Büchner hat sich die Aktion mal genauer angeschaut und findet: Ein wirklich "Schönet Ding".

Berlin, 24.09.14  -PRESSEMITTEILUNG-
TuS Makkabi Berlin und Hertha BSC setzen gemeinsames Zeichen gegen Judenhass

Einen Tag vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana setzen TuS Makkabi Berlin und Hertha BSC ein entschlossenes Zeichen gegen Judenhass. Vor dem Bundesliga-Heimspiel von Hertha BSC gegen den VfL Wolfsburg (am 24.09.14) wird ein Video-Spot uraufgeführt, der von beiden Teams in freundschaftlicher Zusammenarbeit realisiert wurde. Unter dem Motto „Wir zeigen Gesicht und stellen uns Judenhass entschlossen entgegen“ machen beide Teams deutlich, dass für die immer wieder aufkeimenden antisemitischen Tendenzen in unserer Gesellschaft kein Platz ist. Die gesamte Hertha BSC Profimannschaft – von Thomas Kraft über John Heitinga bis zu Roy Beerens – stellt sich in dem Spot sprichwörtlich vor das Team des TuS Makkabi Berlin und bietet dem Judenhass die Stirn.

Initiiert wurde das Projekt von TuS Makkabi Vorstandsmitglied Michael Koblenz mit inhaltlicher Unterstützung von Claudio Offenberg, Sportdirektor des Vereins. Die regelmäßigen antisemitischen Anfeindungen, mit denen sich die Mannschaft immer wieder konfrontiert sieht, veranlassten die beiden zum Handeln. Mit Hertha BSC fand man nicht nur aufgrund der lokalen Verbundenheit den idealen Partner. Der Erstligist tritt schon seit Jahren mit allen Mittel gegen Rassismus, Intoleranz und Gewalt ein.

Das Ergebnis unterstreicht zum einen die Verbundenheit von TuS Makkabi Berlin und Hertha BSC und ist zum anderen ein starkes Statement gegen jegliche Form von Antisemitismus.

 

Medien:
Claudio Offenberg
Tel:     0172-3251045
Mail:   claud17@aol.com